Birgit Reuther berichtet am 18.09.2026 im Hamburger Abendblatt über Europas größte Clubfestival – das Reeperbahn-Festival. Dabei geht es um seine und die Zukunft der Musikszene angesichts massiver, vom Bund geplanter beziehungsweise bereits vollzogener Kürzungen der Zuschüsse. Während das Event mit Hunderten Acts und Tausenden Musikfans auf St. Pauli stattfand, wurden die Bundesmittel von ursprünglich über 8 Millionen Euro schrittweise heruntergefahren, und für das kommende Jahr droht im Haushaltsentwurf eine Reduzierung auf drei Millionen Euro. Um die entstandenen Lücken im laufenden Betrieb zu kompensieren, musste die Festivalleitung bereits den Gürtel enger schnallen und unter anderem die Eröffnungszeremonie abspecken sowie vom großen Operettenhaus in das kleinere Schmidts Tivoli verlegen. Während Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) betont, dass die Stadt die bundesweiten Aufgaben der Musikbranche nicht allein finanzieren kann und vor einer schweren Schwächung des Musikstandorts Deutschland warnt, bleibt vorerst ungewiss, ob im parlamentarischen Verfahren des Bundes noch eine Kurskorrektur gelingt.