Entgegen der Annahme, südlich der Elbe fehle es an Nachtleben, florieren im Bezirk Harburg etablierte Musiknetzwerke. Matthias Greulich berichtet im Hinz&Kuntz (10/26) über den Club „Marias Ballroom“ im Harburger Phoenix-Viertel sowie das spartenübergreifende Festival „SuedKultur MusicNight“ als Beispiel für gelungene lokale Popkulturförderung und Dezentralisierung der Hamburger Szene.
Nach Hamburg-Mitte weist der Bezirk Harburg mit sieben Live-Clubs die zweithöchste Clubdichte der Stadt auf.
Clubbetreiber Heimo Rademaker betont, dass vor allem Genres wie Rock, Metal und Punkrock ausreichend Publikum anziehen, um die Produktionskosten zu decken. Bei diesen Zielgruppen herrscht ein starkes Verständnis dafür, die Spielstätte durch Barumsatz zu unterstützen.
S-Bahn-Ausfälle treffen die Location aber spürbar bei den Besucherzahlen, da das Publikum überregional anreist.
Das 2007 gegründete Netzwerk SuedKultur sorgt durch Absprachen für ein breites Genre-Angebot ohne direkte Konkurrenz unter den Veranstaltern.
SuedKultur MusicNight: Am 10. Oktober präsentieren 16 Spielstätten mit über 40 Acts die musikalische Vielfalt im Süden – mit einem zugänglichen Festivalband für 7,50 Euro.