Der Beat der Stadt, Teil III

Serie im Hamburger Abendblatt

Teil 3: das Netzwerk dahinter 

Unter dem Titel „Der Beat der Stadt“ widmet sich Autorin Birgit Reuther in einer vierteiligen Serie im Hamburger Abendblatt am  13.08.2026 – im dritten Teil und unter dem Titel „Hamburger Musiker und Label-Chef: „Alle kämpfen ums Überleben““ dem musikalischen Netzwerk und den Menschen im Hintergrund der Hamburger Musikwirtschaft. Der Artikel beleuchtet, dass in Hamburg rund 16.000 Arbeitsplätze direkt mit der Musikwirtschaft zusammenhängen und gemeinsam eine jährliche Bruttowertschöpfung von über einer Milliarde Euro erwirtschaften. Ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal der Hansestadt, um das sie viele andere Metropolen beneiden, ist die Tatsache, dass hier die gesamte Wertschöpfungskette der Musik vom Subkultur-Club bis hin zum europäischen Marktführer abgebildet und durch starke Verbände wie Hamburg Music, RockCity und das Clubkombinat vernetzt wird.

Trotz dieser starken Strukturen und der Einordnung als deutsche Musiktourismus-Hauptstadt herrscht in der Szene große Sorge, da laut Branchenvertretern wie Tapete-Records-Chef Gunther Buskies alle Beteiligten ums Überleben kämpfen. Zu den Hauptbelastungen zählen neben gestiegenen Produktionskosten und schwierigerer Planbarkeit vor allem die Marktmacht von Streaming- und Social-Media-Giganten wie Spotify, Amazon und Meta sowie das komplexe Thema Künstliche Intelligenz. Während die Stadt zwar durch Programme wie die Labelförderung und den Musikstadtfonds sowie Kultursenator Carsten Brosda Anerkennung zeigt, fordern Akteure wie Andrea Rothaug (RockCity Hamburg) ein breiteres Verständnis von Musikpolitik als Querschnittspolitik, die auch Baurecht, Bildung und Wirtschaftsförderung umfasst. Zudem bringt der Musiker und Produzent Johann Scheerer (Clouds Hill) im Fachmagazin MusikWoche die Forderung nach einer eigenen Gewerkschaft für freie Musikerinnen und Musiker ins Gespräch, um deren Arbeitsbedingungen und kollektive Verhandlungsmacht nachhaltig zu stärken.