Serie im Hamburger Abendblatt
Teil 2: Clubs, Live-Konzerten und Festivals
Trotz einer lebendigen und vielfältigen Szene – von kleinen Spielstätten bis zu großen Open-Air-Festivals wie dem MS Dockville oder dem Reeperbahn Festival – stehen die Betreiber unter massivem Druck. Branchengrößen wie Stephan Thanscheidt (FKP Scorpio) betonen die Bedeutung der Nachwuchsförderung („Die Newcomer von heute sind die Ed Sheerans von morgen“), warnen jedoch vor einer Gefährdung des Standorts Hamburg durch steigende Kosten und den Mangel an planbaren Räumen. Auch Anna Lafrentz vom Clubkombinat Hamburg verweist auf prekäre finanzielle Verhältnisse, in denen trotz Förderungen wie der Clubstiftung (oder der „ClubEuro“-Initiative) die durchschnittliche Unterstützung pro Konzert oft nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellt. Neben den finanziellen Hürden fordert zudem die digitale Transformation (etwa die Schnelllebigkeit auf Social Media) die Clubs heraus, die neben ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Funktion vor allem als wichtige, demokratiefördernde Begegnungsorte geschätzt werden.