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Live Open Air Initiative Hamburg

Die Behörde für Kultur und Medien Hamburg bietet ab sofort Unterstützung für durch Coronabedingte Beschränkungen außerhalb der Räume von Livemusikclubs geplante Musikveranstaltungen an.

Die Förderung soll noch im Jahr 2020 (bis 31.10.2020) stattfindende Veranstaltungen ermöglichen und zielt damit auf den Erhalt der gesamten musikalischen Infrastruktur ab.

Die Förderung erfolgt auf Grundlage der „Ergänzenden Förderrichtlinie 2 zum Ausgleich von Zusatzbelastungen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus“ und der beigefügten Anlage. Die Förderhöhe kann max. bis zu 15.000 Euro pro Konzertveranstaltung betragen. Um möglichst vielen Clubs/Veranstaltern die Möglichkeit der Präsentation zu bieten, wird die Gesamtförderhöhe auf 75.000,- € pro Antragsteller/in begrenzt.

Es sollen insbesondere unterstützungswürdige, professionell abgewickelte Outdoor-Musikveranstaltungen, die durch einen bestehenden Hamburger Livemusikclub bzw. durch einen Hamburger Livemusikveranstalter durchgeführt werden und einen Beitrag zum Erhalt und Stärkung der Musikinfrastruktur (Ton-, Licht-, Bühnentechnik, Honorare, Werbung, Gagen etc.) leisten,
unterstützt werden.

Die geförderten Projekte sind in Hamburg und von Musikclubs und Livemusikveranstaltern mit Sitz bzw. Betriebsstäte in Hamburg durchzuführen.

Zur Antragsberechtigung:

Die Antragsteller/innen müssen in der Regel seit mindestens einem Jahr ein Geschäftsmodell als Livemusikclub oder Livemusikveranstalter verfolgen. Als Livemusikclubs antragsberechtigt sind – in Anpassung der Regularien für die regelmäßig durchgeführte Förderung aus dem „Live Concert Account“ – Hamburger Musikclubs, welche alle nachfolgenden Bedingungen erfüllen:

1. Die Clubs müssen von den derzeitigen Betreibern (oder in direkter Übernahme des Clubs mit gleichem Konzept) in den vergangenen 12 Monaten einen Konzertbetrieb vorweisen können, der wenigstens fünf Monate lang für Publikumsverkehr geöffnet war.

2. Sie müssen vor der Corona-bedingten Schließung eine eindeutige Fortführungsperspektive gehabt haben.

3. Sie bieten überwiegend Unterhaltungsmusik im Sinne der GEMA an.

4. Die Besucherkapazität der Clubs liegt nicht über 1.600 Personen (Clubgröße angeben, ggf. Baugenehmigung des Clubs mit der zugelassenen Gästepersonenzahl).

5. Die Clubs müssen mindestens 24 unterschiedliche Club-Live-Musik-Konzerte verschiedener Künstlerinnen und Künstler (inkl. künstlerische/kreative DJ-Ereignisse) pro Jahr veranstalten (hierzu zählen auch Konzerte mit GEMA-freiem Repertoire).
Clubkonzerte in diesem Sinne bedeutet:

i. Konzerte sind gezielte Aufführungen von Musikerinnen und Musikern (inkl. Ereignisse mitkreativen /künstlerischen/selbst produzierenden DJs) grundsätzlich auf einer Bühne vor einem Publikum.

ii. Für die Clubkonzerte wurde speziell geworben.

iii. Das Publikum ist wegen der Künstlerinnen/Künstler in den Club gekommen.

iv. Die Künstlerinnen/Künstler stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Publikums.

Für Livemusikveranstalter ohne eigene Spielstäte wird analog erwartet, dass in den 12 vor dem 15. März 2020 liegenden Monaten mindestens 24 Konzerte oder auch eine Programmreihe/ein Festivalformat realisiert wurden.

Nachweise sind bei Antragstellung zu erbringen.

Die Zuwendung (einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss) erfolgt als Festbetragsfinanzierung. Dem Antragsformular ist eine Darstellung des Konzepts (Projektbeschreibung) beizufügen, die auf die ineiner Ausfüllhilfe vorgesehenen Positionen eingeht und die dort enthaltenen weiteren Hinweise für die Konzept-beschreibung berücksichtigt. Es werden keine Investitionen gefördert.

Mit den zu fördernden Vorhaben darf vor Antragstellung und bis zur Bewilligung der Zuwendung grundsätzlich nicht begonnen worden sein. Sofern für eine pandemiebedingt abgesagte/s Veranstaltung/Festival Eintrittskarten sowie Verträge für Veranstaltungsorte, Dienstleistungen (Backline, Licht, Ton usw.) für die konkret beantragte Veranstaltung/Festival verlängert oder
angepasst wurden, gilt dies nicht als Beginn des Vorhabens in diesem Sinne.
Der Förderantrag kann mit einem Antrag auf einen förder-unschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn verbunden werden.
Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages zu werten.

Die Anträge an die BKM können digital über die Clubstiftung eingereicht werden. Für die Zusendung der Antragsunterlagen ist eine E-Mail an: outdoor@clubstiftung.de zu senden. Nach einer Vorprüfung (mit möglichen Ergänzungsnachfragen bei den Antragstellern/Antragstellerinnen) werden die Anträge an die BKM weitergeleitet und dort abschließend bearbeitet.

Antrag

Ausfüllhilfe

 



FAQ - LIVE OPEN AIR INITIATIVE HAMBURG

Allgemeines:

  • Behörde für Kultur und Medien Hamburg (BKM) 1,5 Mio € Budget zur Veranstaltungsförderung. „Outdoor“ = Off-Locations, insbesondere Open Air-Veranstaltungen
  • Keine Förderung von Veranstaltungen die bereits abgehalten wurden. Nur neu geplante Veranstaltungen werden gefördert.
  • Es kann über die CS die Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns beantragt werden. Wird idR schnell bewilligt.
  • Höchstsumme sind pro VA 15.000€
  • Bestandteil des Antrags sind:
    • ein aussagekräftiges Hygienekonzept!!!
    • Konzept!! (zusätzlich zu den 2000 Zeichen im Antragsformular, keine Stichworte= ausführliches Konzept, das vor allen Dingen den kulturellen Aspekt und Mehrwert der Veranstaltung darstellt)
  • Spread the Word! Informiert eure Veranstalter über die Förderung und arbeitet am besten mit Kooperationen untereinander! (Solo-selbstständige: Künstler, Techniker, Promoter usw.)
  • Cateringkosten müssen im Konzept erläutert werden (warum? wofür?).
  • Clustern der Kosten ist sinnig und erleichtert Bearbeitung und beschleunigt den Prozess.
  • Die Outdoor-Förderung dient der Förderung von Live-Musik-Veranstaltungen, andere Programmanteile sind marginal möglich, solange die musikalisch geprägte Gesamtcharakteristik erhalten bleibt.
  • Verwendungsnachweis: Im Nachgang zur Veranstaltung sollen der Clubstiftung zeitnah und vor dem eigentlichen Verwendungsnachweis urheberfreie Photos, Gästestimmen, Künstlerstimmen, Veranstalterstimmen, Clubbetreiberstimmen zur Verfügung gestellt werden. Hilfreich könnte hier ein Gästebuch sein.
  • Der Projektzeitraum ist nicht identisch mit den Veranstaltungsdaten und umfasst die Vorbereitung (jdf. ab Eingehung von Verbindlichkeiten) und die Nachbereitung der Veranstaltungen.

FAQ

F: Gibt es eine Vorabplanung für Veranstaltungsorte?

A: Es gibt bereits Flächen: z.B Planten und Blomen, Hanseatische Materialverwaltung. Das Clubkombinat hat dazu mehr Infos.

F: Müsste zur gewünschten Dokumentation ein Pressevertreter vor Ort sein?

A: NEIN! Ihr sollt wenig Aufwand damit haben! Die Fotos und Stimmer der Gäste und Künstler dienen der Clubstiftung und der BKM vor allen Dingen zu Dokumentationszwecken.

F: Würde ein Hamburger Veranstalter im Molotow Backyard etwas veranstalten wollen: wäre dies förderungsfähig?

A: Ja. Das ist denkbar

F: Gibt es Beschränkungen für Gagenhöhen usw.?

A: Gagen und Honorare sollten verhältnismäßig sein und den marktüblichen Preisen entsprechen. Angemessene Gagen wie Vor-Corona.

F: Wie wird mit Löhnen für Mitarbeiter verfahren?

A: Es müssen echte, mit Zahlungen hinterlegte Projektkosten sein. Es muss über die Firmenstruktur darstellbar sein.

F: Bin ich antragsberechtigt, wenn ich keine 24 Veranstaltungen im Vorjahr durchgeführt habe?

A: Diejenigen Clubs/Veranstalter sollen sich bei der Clubstiftung melden und wir klären das individuell.

F: Müssen im Nachgang Abweichungen von der beantragten Summe zurückgezahlt werden?

A: Große Abweichungen von 20 % oder mehr bzw. solche Veränderungen, die den Charakter der geförderten Veranstaltung verändern, müssen erläutert werden. Ansonsten erfolgt die Förderung als Festbetragsfinanzierung. D.h. unter anderem, dass solange die Ausgaben insgesamt höher sind als die bewilligte Summe, grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden muss.

F: Reicht ein Antrag für mehrere Veranstaltungen?

A: Ja. Das ist ausdrücklich so gewünscht.

F: Bei hohen UMSÄTZEN: evtl. Verrechnung mit den Überbrückungshilfen?! =Fehlanreiz!

A: Diese Antwort ist noch offen und wird mit der BKM geklärt.

F: Schnittstelle Bundeshilfe /BKM Hilfe: Inwieweit werden die Hilfen der BKM als Umsatz für die Überbrückungshilfe gewertet? Bund sieht nur den Umsatz und würde verrechnen.

A: Diese Frage ist noch offen und wird mit der BKM geklärt.

F: Könnten wir Veranstalter-Duos bilden? Gegenseitige Rechnungsstellung.

A: Kooperationen verschiedener Akteure sind denkbar und erwünscht.

F:Kann prinzipiell eine genehmigte Indoor-Versammlungsstätte (max. 3000 Personen, kein Club sondern Mehrzweckhalle) auch für <alternative, Corona-angepasste Formate> als <Off-Location> förderungsfähig sein?

A: Ja.

F: Gilt die Förderung auch für Veranstaltungen mit Musiker im Innenraum und Besucher im Aussenbereich/Terrasse?

A: Wird im Austausch mit der BKM geprüft.

F: Könnten ggf. auch Lohnjournale bzw. Personalabrechnungen als <Rechnung> dienen? Also Festangestellte des eigenen Betriebes, wenn diese nachweislich bei der Veranstaltung gearbeitet haben (Stundenzette o.ä.)?

A: Ja.

F: Muss die Off-Location in Hamburg sein oder geht auch das Umland?

A: Nein, die Förderung gilt nur für die Freie und Hansestadt Hamburg!

F: Ist es sinnvoll das Ticketing über TixForGigs oder Ticketmaster abzuwickeln?

A: Ja! Es würde der Clubstiftung enorm helfen. Von jedem verkauften Ticket geht 1€ an die Clubstiftung zurück und würde die Rettung der Clubkultur auch für die Zukunft sichern. Bitte sprecht uns an, wenn Ihr Hilfe bei der Einrichtung braucht. Sowohl TixforGigs als auch Ticketmaster bieten die Möglichkeit zur Erstellung von Raumplänen.

F: Gibt es eine Möglichkeit der gemeinsamen Werbung?

A: Das Clubkombinat bietet dazu ein Projekt an. Bitte wendet Euch direkt an den Interessenverband.

F: Ist es zwingend nötig Eintritt zu nehmen/ Tickets zu verkaufen? Wäre es also z.B. auch okay für kleine Newcomer-Bands Gratis-Konzerte zu veranstalten?

A: Ja, umsonst und draußen wäre in Einzelfällen möglich! Allerdings soll keinesfalls eine Gratis-Kultur gefördert werden bzw. die Ticketfinanzierung quasi auf die öffentliche Hand verlagert werden. Qualität soll ihren Preis haben.

F: Entscheidend sind dann auch noch die Sondernutzungen in den Bezirken. Normal sind 6 Wochen zur Bearbeitung.

A: Eindeutig von der Stadt gewünschte Projektförderung (Bei Verzögerungen bei der BKM darauf  hinweisen) Auf Dringlichkeit hinweisen!!!

 

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