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Bedarfsermittlung Sanierungsfonds Hamburg 2020 – Runde III

© Heimo Rademaker – Marias Ballroom

PROJEKTBESCHREIBUNG
Im Sommer 2018 hat die Hamburger Bürgerschaft in der Drucksache 21/13439 beschlossen, Musikspielstätten auch künftig bei Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen mit Mitteln aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ zu unterstützten. Nun startet die dritte Förderrunde aus diesem Fonds.

Hierzu ist zunächst die Erhebung entsprechender Bedarfe seitens der Clubs erforderlich. Die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen (kurz: Clubstiftung) ist durch ihren Satzungszweck die geeignete Stelle, um Maßnahmen im Rahmen des „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ zu bündeln und zu koordinieren. In diesem Sinne fungiert die Clubstiftung in Abstimmung mit der Behörde für Kultur und Medien als Abwicklungsstelle für die Erhebung und die Projektdurchführung.

Clubbetreiber*innen sehen sich der Notwendigkeit unterworfen, bestehende Lärmemissionen durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren. Viele der betroffenen kulturellen Einrichtungen können die finanziellen Mittel für die oft außerordentlich aufwendigen und teuren Maßnahmen nicht aus eigener Kraft aufbringen. Im Konfliktfall droht die Schließung der Spielstätte. Um Anwohner*innen vor Lärm zu schützen und gleichzeitig die Clubs vor Verdrängung zu bewahren, will die Stadt Hamburg die Musikspielstätten bei der Erstellung einer Bestandsaufnahme zum Lärmschutz in einer nachverdichteten Stadt unterstützen. Im Fokus steht die Reduktion von Schallemissionen, die von Clubs ausgehen und auf die Nachbarschaften einwirken. Es gilt, Gebäudestrukturen mit investiven Mitteln baulich schallsicherer zu gestalten und so die Fortführungsperspektiven des Betriebs der Musikspielstätten zu verbessern. Hierbei können Maßnahmen eine Rolle spielen, bei denen sowohl technologische als auch bauliche Schallschutzmaßnahmen durchgeführt werden. So können beispielsweise der Einbau von Lüftungen und Klimaanlagen, aber auch Lärmschutzgutachten, Messgeräte oder aber Mediation mit betroffenen Anwohner*innen und den jeweiligen Spielstätten gefördert werden.

Um Förderungen vorzubereiten und eine Grundlage zu schaffen, die der Hamburgischen Bürgerschaft zur Beschlussfassung dienen kann, erfolgt im Vorfeld eine Erhebungsphase von Sanierungsbedarfen der Clubs (Bedarfsermittlung). Hierzu wurden Planungsmittel für die Kostenberechnung weiterer Sanierungsbedarfe der Clubs von insgesamt 50.000 Euro bereitgestellt.

ABLAUF
Nach der Einreichung von Vorhabenskizzen (Kurzantrag zur Prüfung auf Förderfähigkeit gemäß der Kriterien; siehe unten) und deren Prüfung erfolgt im Bewilligungsfall eine Mittelfreigabe für die Beauftragung von Expert*innen für Raum- und Gebäudeakustik und/oder Architektenleistungen, um bei Begehungen vor Ort geeignete Maßnahmen zu identifizieren. Im Anschluss erstellen die Architekt*innen eine Planungsgrundlage inkl. Kosteneinschätzung für das Vorhaben, die die Basis für die weitere Abstimmung bildet. Für diese Kostenermittlung fällt kein Eigenanteil an. Anschließend wird ein Bericht erarbeitet, der der weiteren Mittel-Akquise zugrunde gelegt werden wird. Mit einer Umsetzung von Maßnahmen ist nicht vor Winter 2020/2021 zu rechnen.

KRITERIEN

  • Musikspielstätten, die eine Besucherkapazität von 1.000 Personen nicht übersteigen,  mindestens 24 Live-Musik-Konzerte (inkl. Live-DJ-Ereignisse mit eigenkreativen DJs) pro Jahr veranstalten und mindestens 12 Monate Programm in den letzten zwei Jahren vorweisen können.
  • Besonders dringender Sanierungsbedarf im Bereich des Schallemissionsschutzes.
  • Maßnahmen dürfen (bis zu einer Zusage) noch nicht begonnen worden sein und das Vorhaben auch in den folgenden Leistungsphasen nicht anderweitig finanziert werden können.
  • Betriebszusicherung durch den Vermieter/Immobilieneigentümer: Hierfür bedarf es in der Regel der Vorlage eines Mietvertrags, der eine Mindestvertragslaufzeit von 5 Jahren (bis 2025) nachweist, oder alternativ einer Absichtserklärung des Vermieters, die Mietkonditionen für die nächsten 5 Jahre konstant zu halten.
  • Es muss ein/e aktenkundige/r Begründung bzw. Nachweis vorliegen, warum nicht der Vermieter verpflichtet ist, die Kosten zu übernehmen.
  • Der Bedarf muss örtlich, innerhalb der Landesgrenzen von Hamburg bestehen.
  • Die Bedarfserfüllung muss kulturpolitisch begründbar sein und im öffentlichen Interesse liegen.
  • Einreichung einer Vorhabenskizze bis zum 15.04.2020 an die Clubstiftung.

Hinweis: Musikclubs, die bereits eine Förderung über den Sanierungsfonds Hamburg 2020 erhielten, werden in einer nächsten Förderrunde (je nach Bedarfslage) ggf. nicht berücksichtigt.

Die Aussichten für eine anschließende Förderung von Instandsetzungsmaßnahmen aus Mitteln des „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ im Vorfeld nicht zu benennen. Auch zum Umfang einer etwaigen Zuwendungshöhe lassen sich vorab keine Aussagen treffen.

ANTRAGSFRIST
Die Vorhabenskizzen zwecks Bedarfsermittlung können bis zum 15. April 2020 eingereicht werden.

VORHABENSKIZZE
Das entsprechende Formular findet ihr hier: Formularvorlage der Vorhabenskizze

INFOVERANSTALTUNG
Datum / Uhrzeit:
Donnerstag. 02.04.20 / 14:30-15:30 Uhr
Ort:
Tangostudio La Yumba
Kastanienallee 9
20359 Hamburg

Anmeldungen unter: sanierungsfonds@clubstiftung.de

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