zurueck

Für Clubs



SAVE OUR SOUNDS - #CLUBRETTUNGHH

Nothilfefonds für Hamburger Clubkultur

Die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen hat kurzfristig einen Verteilungsschlüssel zur Vergabe der generierten Spendengelder entwickelt. Der Hamburger Weg der Clubrettung hat zum Ziel, die unter dem Verwendungszweck „SOS ClubrettungHH“ eingegangenen Spenden für Nothilfen, gerecht und unbürokratisch an Live-Musikspielstätten und Veranstalter*innen in Notlage zu verteilen.

Die Spenden werden zu 90 % Musikclubs und zu 10 % Veranstaltern ohne feste Spielstätte zugeteilt. Ziel ist, transparent über die Ergebnisse zu berichten.

ANTRAGS- UND AUSCHÜTTUNGSPROZEDERE

Die Anträge zur Ausschüttung von Hilfsgeldern können ab sofort eingereicht werden. Je früher der Antrag der Clubstiftung vollständig vorliegt und anhand der Kriterien auf Bewilligungsfähigkeit geprüft werden kann, desto mehr Teilnahmen an etwaigen Ausschüttungswellen können nach einer Zulassung garantiert werden. Ein Ende der Laufzeit des Nothilfefonds ist zur Zeit noch nicht näher zu bestimmen. Weitere Details zu den Antragskriterien, Verteilung- und Berechungsschlüssel befindet sich im folgenden Abschnitt:

ANTRAGSUNTERLAGEN MUSIKSPIELSTÄTTEN

Antragsformular (unterzeichnet von zeichnungsberechtigten Personen; ggf. ist eine Zeichnungsberechtigung beizufügen

– Mietvertrag der Musikspielstätte in Kopie (gesamt); ggf. andere Werte außer der Miethöhe und Laufzeit und Adresse) geschwärzt

– Jahresprogrammnachweise 2018/2019 (z.B. funktionierende Hyperlinks mit Veranstaltungsdaten (Programmarchiv) oder Monatsprogrammflyer)

– !!! WICHTIG !!!, bitte teilt uns auch Folgendes mit:

1. die Größe eures Gastraumes in Quadratmetern (nur die vom Gast zu betretende Innenfläche, keine Lager, Büros, Außenbereiche, Nebenflächen…)
Hierzu benötigen wir vorest keinen gesonderten Nachweis. 
2. die Anzahl eurer Mitarbeiter*innen: Wie viele sozialversicherte Kräfte? Wie viele 450€-Kräfte? (jeweils egal wie viele Stunden/Woche gearbeitet wird)

Alternativer Download

ANTRAGSUNTERLAGEN VERANSTALTER*INNEN

– Antragsformular (unterzeichnet von zeichnungsberechtigten Personen; ggf. ist eine Zeichnungsberechtigung beizufügen

– Veranstaltungsliste (mit Hinweisen in welchen Hamburger Musikspielstätten in den Jahren 2018

– Jahresprogrammnachweise 2018/2019 (z.B. funktionierende Hyperlinks mit Veranstaltungsdaten (Programmarchiv) oder Monatsprogrammflyer)

 



FAQ CORONA SOFORTHILFE BKM

FAQ & DOKUMENTE zur BKM-Soforthilfe

Falls ihr noch weitere Fragen zur den BKM-Soforthilfen habt, wendet euch an faq-soforthilfe@clubstiftung.de .

F: Welche Förderprogramme gibt es zur Zeit?

A: Es gibt momentan diese Förderprogramme:

  • Kurzarbeitergeld beim Bund
  • Soforthilfe der BKM (Behörde für Kultur und Medien der FHH)
  • Soforthilfe der IFB
  • SOS-Corona-Clubrettungsfonds des Clubkombinat Hamburg e.V.
  • Grundsicherung (keine Vermögensprüfung erste 6 Monate des Bezuges)

 

F: Müssen weitere beantragte Gelder, wie z.B. Soforthilfe der IFB oder aber Kurzarbeitergeld im Zuge der Beantragung der BKM-Soforthilfe angegben werden?

Die Förderrichtlinie dient der Ergänzung bestehender Fördermöglichkeiten und soll im Falle eines Liquiditätsengpasses mit den Folgen einer existenziellen Schieflage finanzielle Hilfen in Form einer Fehlbedarfsfinanzierung ermöglichen. Angaben zur Beantragung von Corona-Soforthilfen bei der IFB und von Kurzarbeitergeld sind erforderlich und die bewilligten Beträge in der Liquiditätsbetrachtung zu berücksichtigen.

F: Wir haben gestern die IFB-Soforthilfe beantragt. Müssen wir jetzt mit dem Antrag bei der Behörde für Kultur und Medien warten, bis uns die Summe der Soforthilfe bekannt ist?

A: Nein. Loslegen mit der Antragstellung! Bei Überschneidungen muss allerdings ggf. Geld rückerstattet werden. (wenn z.B. Zuschüsse durch Kurzarbeitergeld erhalten wurden)

F: Ich habe Soforthilfe vom Bund und Land bereits beantragt, bin ich dann überhaupt berechtigt auch diese Hilfe der BKM zu beantragen?

A: Ja, Antrag stellen! ! Bei Überschneidungen muss allerdings ggf. Geld rückerstattet werden. In einem „Verwendungsnachweis“ muss Rechenschaft über die erhaltenen Gelder abgelegt werden. Es darf keine Doppelförderung geben.

F: Ich habe unseren 450-Euro-Kräften gekündigt, aus Vorsicht... würde sie aber natürlich sehr gern behalten!! Geht das?

A:Grundsätzlich sind nicht notwendige Kosten zu vermeiden. 450-Euro-Kräfte können im Einzelfall anerkannt werden, allerdings nur so wenig, wie wirklich nötig für die Fortführung des Betriebs.

F: Wie wird hinterher geprüft was man zurückzuzahlen hat?

A: Unser Prüfer nimmt lediglich eine „Vorprüfung“ vor und schaut auf die Förderkriterien (LCA-Kriterien). Im Nachgang muss mit der Behörde für Kultur und Medien abgerechnet werden. Es muss ein Verwendungsnachweis erstellt werden.

F: Der Liquiditätsengpass hängt ja auch davon ab, wieviel man aus der Coronasoforthilfe bekommt. Wenn da noch kein positiver Bescheid vorhanden ist, weiß ich nicht, wie viel aus dem ersten Antrag bekomme. Wie berechne ich den Liquiditätsengpass?

A:  Wenn das beantragte Geld noch nicht bewilligt ist, bzw. noch nicht auf eurem Konto eingegangen ist, besteht euer Liquiditätsengpass weiterhin. Ihr könnt nicht mit Geld kalkulieren, welches (noch) nicht auf euren Konten ist, also bitte so schnell wie möglich euren Antrag auf die BKM-Hilfe abgeben.

Eine Berechnung des Liquiditätsengpasses wird typischerweise folgendermaßen durchgeführt:

Liquiditätsengpass =

Guthaben auf dem geschäftlichen Konto zum Zeitpunkt der Antragstellung exkl. Corona-Soforthilfen
+ voraussichtliche Einnahmen bis Ende Ende Juni
+ sonstige Forderungen
+ Corona-Soforthilfe der IFB (ggf. anteilig)
– Belastungen, die im Finanzplan berücksichtigt sind
– Belastungen, die im Antragszeitraum zahlungswirksam sind aber nicht im Finanzplan stehen (z.B. ältere Steuerschulden, die nun zurückgezahlt werden müssen)

F: Ist meine Musikspielstätte überhaupt förderberechtigt?

A: Als Prüfungskriterien werden die Live Concert Account Richtlinien angewandt:

Der Club muss in Hamburg liegen. Der Club musste bereits min. 12 Monate (rückwirkend ab 11.3.20) geöffnet sein und davon 5 Monate für den Publikumsverkehr geöffnet sein. Es muss Unterhaltungsmusik gespielt werden. Der Club darf max. 1600 Gäste fassen. Es müssen min. 24 Live-Musikveranstaltungen und/oder künstlerische „Live-DJ-Ereignisse in Konzertform“ in 2019 durchgeführt worden sein.  Dazu müssen Programmnachweise eingereicht werden. (Live-DJ-Ereignisse in Konzertform definieren sich wie folgt: Das Publikum ist wegen des Künstlers (kreative DJs) gekommen, für den speziell geworben wird, und der Künstler (kreativer DJ) steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Publikums.)  Bei Live-DJ-Ereignissen sollen nach Möglichkeit Sound-Beispiele (z.B. Soundcloud-Link) beigefügt werden.

Institutionell geförderte Läden können keine Anträge über die Clubstiftung einreichen und wenden sich bitte direkt an die im Rahmen ihrer regelmäßigen Förderung zuständige Stelle.

F: Muss bei den Betriebskosten Netto oder Brutto angegeben werden?

A: Wichtig ist, ob die Spielstätte vorsteuerabzugsberechtigt ist. Es müssen jedoch in jedem Fall beide Zahlen (Netto und Brutto) angeben werden.

F: Muss ich die Betriebsstätte oder den Firmensitz angeben?

A: Bitte gebt die Betriebsstätte (muss in Hamburg liegen!) und den Firmensitz an.

F: Bis wann ist die Förderung ausgelegt?

A: Der Zeitraum gilt von der behördlichen Anordnung zur Schließung im März bis 30.06.20.

F: Ist eine Stundung anfallender Kosten sinnvoll?

A: Grundfrage dazu: Wie viele Reserven hat der Club? Vermieter wehren sich immer öfter. Bei Stundung muss oft bewiesen werden, dass die finanz. Probleme durch die Corona Krise ausgelöst wurden. Also: Es ist sinnvoll die vollen Beträge zu zahlen, wenn dies denn finanziell möglich ist. Wenn Zeit gewonnen werden muss, empfiehlt sich die Stundung. ABER immer mit den Vertragspartnern sprechen und einen konkreten Vorschlag zur Stundung unterbreiten.

F: Können IFB-Anträge nach der Einreichung editiert werden?

A: Ja.

F: Zählt ein Pub mit Musiker auf der Bühne dazu?

A: Folgende Maßgabe muss erfüllt sein:  Das Publikum ist wegen des Musikers gekommen, für den speziell geworben wird, und der Musiker steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Publikums.

F: Wird das Antragsgeld als Gewinn verbucht und muss versteuert werden?

A: Als echte Liquiditätshilfen brutto sind die Zuwendungen steuerpflichtig.

F: Können im BKM-Antrag Kosten für Tilgung von Darlehen im Liquiditätsplan geltend gemacht werden?

A: Stunden wo es möglich ist. Monatliche Kosten für Darlehen mit angeben. Mietzahlungen werden ja z.B. auch berücksichtigt. Eine Entscheidung/Prüfung nimmt letztendlich jedoch die BKM vor.

F: Muss ein Finanzierungsplan eingereicht werden?

A: Ja! Ihr findet eine Vorlage eines Finanzierungsplans (Excel-Mappe) in diesem Link. Dieser Plan hilft euch bei der Kalkulation! Hilft aber auch unserm Prüfer und hilft u.U., dass die Behörde schneller prüfen kann.

F: Ist der Finanzplan wirklich notwendig?

A:Ja, zwingend notwendig. Die Anträge sind teilweise recht unübersichtlich. Der Finanzplan ist notwendig, um Übersichtlichkeit zu schaffen! Ein sauber aufbereiteter Finanzierungsplan mit Stichtags-genauer Betrachtung der Liquidität hilft außerdem dem Prüfer aber auch der BKM eure Anträge zügig(er) zu bearbeiten. Bitte fügt im Finanzplan Belegnummern mit ein. Dies erleichtert Behörde und Prüfer die Arbeit und beschleunigt den Prozess.  Es ist zudem ratsam, zu vermerken, welche weiteren Anträge bereits gestellt wurden und welche Gelder bereits eingegangen sind. Achtung! Nur weil ihr einen Antrag gestellt habt, ist euer Liquiditätsproblem noch nicht gelöst. Erst wenn Geld auf euerem Konto eingeht, seid ihr wieder liquide.

F: Welche Belege muss ich dem Antrag beifügen?

A: In der Förderrichtlinie Kapitel 7.1 findet ihr die einzureichenden Belege.

F: Kann ich für jemand anderes/eine andere Location einen Antrag stellen? Mache ich mich haftbar oder der im Antrag angegebene Betreiber?

A: Ihr macht euch nicht haftbar, wenn ihr kenntlich macht, dass in Vertretung für jmd. Anderes gehandelt wurde. Es muss eine Vertretungsvollmacht beigefügt werden. Neben der Unterschrift muss dann: „ i.V.“ (in Vetretung für) stehen.

F: Dürfen Privatentnahmen in dem Finanzierungsplan auftauchen? Wenn ja wo? Unter Rückstellungen? Kann man unter Rückstellungen auch die zu zahlenden Einkommensteuervorauszahlung Juni, 2. Quartal 2020, einberechnen?

A: Privatentnahmen bis 1.180,- € entsprechend FAQ IFB: Tätige Gesellschafter von Personengesellschaften (GbR u.Ä.) können eine angemessene monatliche Eigenentnahme (in Höhe von maximal 1.180 € pro Monat und Gesellschafter) bei der Berechnung des Liquiditätsengpasses ansetzen.
Kommende Einkommenssteuervorauszahlungen etc. müssen gestundet werden.

F: Wenn ich beim LCA 2019 dabei war, bin ich quasi 'automatisch' antragsberechtigt für BKM Soforthilfe – Ich muss also Programmnachweise usw. nicht nochmal schicken?

A: Richtig. Belege für Ausgaben müssen trotzdem beigelegt werden! Und Beweise über die Existenz der Unternehmung (Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Satzung) ebenso.

F: Kann ich meine Altlasten durch die Förderung abtragen?

A:Nein. Die Förderung ist nicht dafür da, Altlasten zu bereinigen. Der Fördertopf soll in den nächsten Monaten Liquidität sichern. Denkt dran, die Behörde kann jederzeit beim Finanzamt Nachforschungen anstellen. Die monatlichen Raten für die Begleichung eines laufenden Darlehens können aber angegeben werden (Darlehensvertrag muss eingereicht werden).

F: Können Rechnungen angegeben werden, die wir zahlen müssen?

A:War es eine Ausgabe im geförderten Zeitraum? Ja? Wenn die Belege da sind, am besten direkt mit einreichen.

F: Offene Rechnungen aus März oder neue aus April, würde ich als 'nicht stundungsfähige Ausgaben' angeben: Muss ich die aufschlüsseln auf 0%, 7%, 19%? Oder kann ich pauschal brutto angeben?

A: Ihr gebt in der einen Spalte Brutto an, in der anderen Netto an!

F: Ich gehe davon aus, dass unsere Steuerberater Kosten durch Beratung entsprechend höher ausfallen. Kann ich den Betrag dann schätzen und den Beleg erstmal offenlassen? Der schickt mir die Rechnung ja erst im Nachhinein. Die Frage ist beispielhaft für andere Ausgaben, die ich nur schätzen kann.

A: Wirklich entstehende Kosten dürfen kalkuliert und beantragt werden. Vermeidbare Kosten werden aber nicht als laufende Kosten anerkannt. Der Steuerberater darf in diesem Tagen also nicht einfach „über Gebühr“ in Anspruch genommen werden – etwa um den Antrag zu stellen – entsprechendes gilt für andere Dienstleistungen etc.

Mit den Soforthilfen sollen die Clubs unterstützt werden, nicht ihre Dienstleister…

F: Belege: das bedeutet eine Rechnung über Telefonkosten, eine Rechnung über Buchhaltungskosten etc?

A: Ja, bitte die Rechnungen beilegen.

F: Wir haben ein Sponsoring organisiert und Verträge dazu unterzeichnet. Es wurden Events geplant mit dem Sponsorengeld. Nun wollen die Sponsoren nicht mehr zahlen.

A:Es gilt die Regel, Verträge müssen gehalten werden. Das gilt für beide Seiten. Wenn die Sponsoring Gegenleistung vom Club nicht mehr erbracht werden kann, z. B. die Veranstaltung behördlich untersagt ist und mit dem Sponsor vereinbart war, dort sein Produkt anzubieten, die Bühne zu branden etc., dann ist dem Club die Gegenleistung ganz oder teilweise unmöglich. Folge: Ist die komplette Gegenleistung nicht mehr vom Club erbringbar, kann der Sponsor vom Vertrag zurücktreten. Ist sie nur zum Teil nicht mehr leistbar, sollte mit dem Sponsor über eine Vertragsanpassung verhandelt werden, keine der beiden Seiten hat ein Recht den Vertrag zu kündigen. Wenn die Veranstaltung vom Veranstalter abgesagt wird und nicht aufgrund der Allgemeinverfügungen verboten, dann ist er für die Absage verantwortlich und haftet seinen Vertragspartnern bis hin zu Schadensersatz. Es kommt auf den Einzelfall an.

F: Die Stundungen, wenn sie denn gewährt wurden, werden ja irgendwann später fällig. Man kann sie jetzt nicht einrechnen, weil jetzt nicht fällig, aber man muss sie abbezahlen. Wovon? (Ist das Bedingung der BKM Förderung alle möglichen Rechnungen zu Stunden?)


A:NEIN! Die Kosten müssen ja gezahlt werden und die Hilfe gibt es jetzt!

Bei der Einkommenssteuervorauszahlung macht allerdings Sinn, die Höhe der Vorauszahlung zu senken. Mit den Umsätzen sinken die Gewinne und damit die Steuerlast. Dazu muss man mit dem Finanzamt sprechen und die neue Vorauszahlungssumme festsetzen lassen.  (keine Einnahmen, keine Einkommenssteuer).

F: Auch wenn schon gestundet wurde, kann man ja das Geld beantragen und muss es dann nach Gewährung aber auch im April bezahlen. Wie verhält es sich damit?

A:Jetzt vollen Betrag einreichen, da er ja bezahlt werden muss. Wichtig ist das die Bilanz am Ende stimmt! Das MUSS mit dem Steuerberater vollzogen werden. Der Schritt muss steuerrechtlich nachvollziehbar sein.

F: Wie verhält es sich mit Stundungen der Miete?

A: Grundsätzlich sind vermeidbare Belastungen zu vermeiden, also auch Stundungen anzustreben.

Miete ist aber ein heikles Thema.

Wenn man mit seinem privaten Vermieter keine Stundung vereinbaren kann – weil er z.B. nicht bereit dazu ist (anders städtische Vermieter – mit denen MUSS eine Stundung vereinbart werden) – muss man seinem Antrag  eine Bestätigung beifügen, dass die Miete nicht  gestundet werden konnte.

-Mietvertrag: Bei der Förderung sollte die volle Miete eingereicht werden. Wenn Geld dann da ist,  sollte auch die Miete bezahlt werden. Wenn die Liquidität die Zahlung der Miete nicht erlaubt, mit dem Vermieter vorher sprechen. Stellt er sich quer, muss im Zweifel die mangelnde Zahlungsfähigkeit glaubhaft gemacht werden, so sieht es das Gesetz vor. Glaubhaft machen kann man durch Unterlagen aber auch durch eine eidesstattliche Versicherung. Mietzahlungen ohne Einverständnis des Vermieters einzustellen, kann dem Vermieter einen Grund zur Kündigung geben. Daher sollte man hier besonders vorsichtig sein.

-Club gekauft: Wird im Einzelfall von der BKM geprüft. Bitte gebt in Euren Anträgen an, dass es sich nicht um eine Mietzahlung, sondern um die Bedienung eines Darlehens handelt.

F: Wird die Soforthilfe gesplittet oder in einer Summe ausgezahlt?

A: Die Soforthilfe wird als Gesamtsumme ausgezahlt.

Fragen & Antworten aus der offenen Sprechstunde
„Dr. Club“ vom 14.05.20:

F: Wir haben bereits nachgeforderte Belege eingereicht. Warum dauert es so lange bis eine Antwort auf den Antrag kommt?

A: In der BKM findet ein großer Prüfaufwand statt. Manche Anträge sind unübersichtlich gestellt, daher dauert die Bearbeitung oft länger. Aus diesem Grund sollte bei der Antragsstellung auf Übersichtlichkeit geachtet werden.

F: Wie stelle ich den zweiten Corona-Soforthilfe-Antrag und wie Grenze ich die Anträge voneinander ab?

A:Die Corona Soforthilfe der BKM wurde bis zum 30.6.2020 verlängert. Die Clubs, welche schon vorher einen Antrag gestellt hatten, stellen jetzt einen „Änderungsantrag“ mit neuem Antragsformular und Finanzplan. Die Startliquidität ist für diese Clubs ist 0 € zzgl. bzw. abzgl. der aufgetretenen Änderungen zum ersten Bewilligungsbescheid (Mehr-/Wenigereinnahmen oder Weniger-/Mehrkosten). Diese Änderungen müssen auf dem neuen Finanzplan ersichtlich sein, damit der gesamte Finanzplan stimmig bleibt.
Abschließend, nach beiden Bewilligungszeiträumen, werdet Ihr beide Anträge in einem Verwendungsnachweis abrechnen.

F: Kann man die BKM-Soforthilfe bekommen und trotzdem den Kneipen- oder Café-Betrieb öffnen?

(Das gilt ja für viele „One-Room-Venues“ mit Ausschank, manchmal mit Disco- manchmal mit Konzertveranstaltungen, manchmal nur mit Ausschank.)

A: Ja. Bei der Liquiditätsrechnung muss im Nachgang darauf geachtet werden, dass alle Einnahmen für die Berechnung der Bedarfe berücksichtigt werden müssen. Es dürfen momentan nur „Schankwirtschaften“ wiedereröffnen. Betriebe, die andere Betriebserlaubnisse haben, können allerdings durch einfache Änderungen den Vorgaben entsprechen. Das Clubkombinat sollte sich hier dringend mit den entsprechenden Behörden in Verbindung setzen und sich eine allgemeingültige Regelung für Bars und Vergnügunsstätten bestätigen lassen.

F: Kann der Folgeantrag erst gestellt werden nachdem der Erstantrag beantwortet wurde?

A: Antragsteller die bereits einen Antrag unter Berücksichtigung eines Liquiditätsengpasses in Folge der Corona-bedingten Schließung im Zeitraum bis 30.04.2020 gestellt hatten, warten bitte die Entscheidung über diesen Antrag ab. Sofern der Antrag nicht aus formalen Gründen abgelehnt wurde und je nachdem, ob sich rechnerisch eine Förderung ergeben hat oder nicht und wenn ja in welcher Höhe, können sie danach einen Änderungsantrag stellen. Hierzu ist die beigefügte Antragsvorlage zu verwenden. Soweit sie schon vorgelegen hatten, sind Ausführungen zu den formalen Voraussetzungen dann natürlich entbehrlich.

F: Gibt es schon Informationen und Details zu Regeln, die bei der Wiedereröffnung in Kraft treten?


A:Laut Kultursenator Carsten Brosda wird der normale Partybetrieb erst wieder stattfinden, wenn ein Impfstoff gefunden ist. „Veranstaltungen, die mit Nähe, Körperkontakt, Schwitzen und schwer Atmen zu tun haben, werden erst stattfinden, wenn wir einen Impfstoff haben“, so Brosda in einem Bericht des NDR. Allerdings sind kreative Lösungen, die den aktuellen COVID 19-Bedingungen zum Schutz der Öffentlichkeit entsprechen, durchaus denkbar. Interessant könnte auch eine Nutzung des Außenbereichs sein. Die Bezirksämter sind dazu angehalten, entsprechende Anträge wohlwollend zu behandeln.

F: Bekommt man nur Hilfe, wenn man „blank“ ist? Beziehungsweise, wir verlieren jetzt unser Erspartes bis nichts mehr geht und erst dann gibt es eine Chance auf Unterstützung?

A:Beim Erstantrag nennt Ihr ein Startdatum (in der Coronazeit) und den Dazugehörigen Liquiditätsstand (Bank, Bar, …). Diese Summe erscheint mit Datum im Finanzplan. Ab dem Datum könnt Ihr alle laufenden Kosten im Finanzplan aufstellen (jeweils mit Beleg) und müsst alle Einnahmen aufstellen/ schätzen. Daraus ergibt sich ein Liquiditätsbedarf, den die BKM Euch gewährt. Diese Rechnung geht dann mit Eigenliquidität + Bewilligungssumme abzgl. Kosten auf 0 € auf (Ende 30.4. oder dann 30.6.2020).

F: Bei uns werden sehr viele Shows im Herbst abgesagt oder verschoben. Wir befürchten, dass wir irgendwann aufmachen dürfen und dann keine Shows haben, um den Club zu bespielen – wie es sicher vielen gehen wird. Wird es noch weitere Hilfe geben, auch wenn die Schliessungs-Zeit vorbei ist?

A:Der BKM ist klar, dass die Probleme nicht mit der Wiedereröffnung der Clubs vorbei sind. Wir hoffen auf Konjunkturprogramme und halten Euch auf dem Laufenden.

F: Stundungen verschieben das Problem ja nur – ist man trotzdem verpflichtet im Rahmen der BKM-Soforthilfen Stundungen für seinen Betrieb vorzunehmen?


Es gilt: Man muss stunden, was zu stunden geht. Man sollte versuchen, alle Kosten zu senken (zum Beispiel Miete, Lohnkosten, Reduktion von Vorauszahlungen wie Strom und Gas, aber auch Darlehenszahlungen). Wenn etwas nicht gestundet werden kann, muss diese Stundung schriftlich bestätigt werden. Merke: Es muss ersichtlich werden, dass man versucht hat, in allen Bereichen Kosten zu reduzieren.

F: Wie sieht es mit der Kündigung von geringfügig Beschäftigten aus?

A:Geringfügig Beschäftigte können selbstverständlich weiter beschäftigt werden, wenn ihre Arbeitsleistung für den Betrieb überlebenswichtig ist. Die Stundenzettel könnten dafür als Nachweis dienen. Wir empfehlen die detaillierte Ausführung der Tätigkeit auf diesem Dokument. In jedem anderen Fall empfehlen wir eine Aussetzung der Beschäftigung dieser Mitarbeiter oder leider eine Kündigung. Im Vorfeld sollte diesbezüglich Rücksprache mit dem Steuerberater gehalten werden.

F: Was wird im Nachhinein für die Behörde wichtig sein? Welche Belege können eingefordert werden?

A:Es wird ein Verwendungsnachweis gefordert, welcher im Bewilligungsbescheid beschrieben wird. Jede Ausgabe, die im Rahmen des Antrags bewilligt wurde, könnte im Nachgang abgefragt werden. Wir empfehlen jetzt schon, diese Ausgaben zu dokumentieren. Wir planen zum Verwendungsnachweis eine gesonderte Dr. Club-Sprechstunde.

F: Gilt die Grenze für Privatentnahmen von 1180,00 EUR auch für den Einzelunternehmer eines Clubs?

A:Ja. Alle Rechnungen, die mit Beginn der Liquiditätsrechnung anfallen und zur Sicherung des Betriebs beitragen, können eingereicht werden.

F: Müssen Darlehenstilgungen (noch) gestundet werden?


A: Ja, auch bei Darlehen sollte eine Stundung beantragt werden. Im negativen Fall dies bitte bestätigen lassen und die Kosten dementsprechend einreichen.

F: In einigen Mietverträgen ist Stillschweigen über die Miethöhe vereinbart. Ich kann diesen im Antragsverfahren also nicht vorlegen. Wie kann ich trotzdem diese Kosten geltend machen?

A:In solchen Fällen bitten wir Euch direkt in Kontakt mit Johannes Rösing von der BKM zu treten (BKM Referat Musik). Im Allgemeinen versichern wir, dass im gesamten Antragsverfahren selbstverständlich alle Vorgaben der DSGVO penibel eingehalten werden. In der Clubstiftung hat lediglich unser Prüfer Jürgen Krenz Einblick in Eure Daten.

F: Carsten Brosda meinte, es gebe die Idee, Gagen für Bands und Künstler*innen zu fördern, die Streams in Clubs machen. Gibt es dazu schon konkretere Informationen?

A: Uns ist bekannt, dass das Thema derzeitig auf Bundesebene besprochen wird. Kultursenator Carsten Brosda ist mit in der Besprechungsrunde involviert. Des Weiteren hat RockCity Hamburg e.V. einen HH-Gagenfonds ins Gespräch gebracht.

F: Ist es möglich Live-Musik im Innenraum anzubieten und Gäste nur draußen auf Terrasse zu bewirtschaften / zu Gast zu haben?

A:Dieses Vorhaben könnte eine spannende Lösung für Konzerte sein, wir empfehlen den direkten Austausch mit dem zuständigen Ordnungsamt.

F: Gilt der Einkauf von Equipment für Streaming als anerkannte Ausgabe?

A: Ja, wenn es keine „unverhältnismäßig teure Ausgabe“ ist. Man sollte nicht das teuerste High-end Produkt nehmen.

F: Was kann man in machen, um die Ansteckungsgefahr in seiner Venue zu minimieren?

A: Eine gute Luft-Zirkulation in den Räumen ist essentiell. Ein anständiges  Hygienekonzept, das den behördlichen Anforderungen entspricht sollte erarbeitet und penibel eingehalten werden.

F: Sollte ich mein Programm / Konzept ändern?

A: Ja, es ist jetzt wichtig zu überlegen, wie ein alternatives Programm aussehen könnte und dahingehend Konzepte zu entwickeln.

F: Gibt es weitere Infos zur Umsetzung vom „Life 100“-Programm?

A:Die Initiative Musik verkündet: Der Projektzeitraum für die Durchführung der Grassroot-Konzerte um zwei Monate verlängert. So können Konzerte zwischen 01. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 berücksichtigt werden. Auch Live-Streamings von Konzerten können für den Zeitraum des verordneten Veranstaltungsverbots eingereicht und abgerechnet werden. Eine verbindliche Förderzusage mit ausführlichen Informationen zur Förderung und zu den Anpassungen wird innerhalb der kommenden zwei Wochen an alle Livemusikspielstätten geschickt, deren Anträge erfolgreich geprüft wurden. Die betreffenden Clubs sind bereits vorinformiert.

 

Dokumente zum Download

Ausfüllhilfe Finanzplan Corona-Soforthilfe

 

 

 

 



BEDARFSERMITTLUNG SANIERUNGSFONDS HAMBURG 2020 - RUNDE III

© Heimo Rademaker – Marias Ballroom

PROJEKTBESCHREIBUNG
Im Sommer 2018 hat die Hamburger Bürgerschaft in der Drucksache 21/13439 beschlossen, Musikspielstätten auch künftig bei Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen mit Mitteln aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ zu unterstützten. Nun startet die dritte Förderrunde aus diesem Fonds.

Hierzu ist zunächst die Erhebung entsprechender Bedarfe seitens der Clubs erforderlich. Die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen (kurz: Clubstiftung) ist durch ihren Satzungszweck die geeignete Stelle, um Maßnahmen im Rahmen des „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ zu bündeln und zu koordinieren. In diesem Sinne fungiert die Clubstiftung in Abstimmung mit der Behörde für Kultur und Medien als Abwicklungsstelle für die Erhebung und die Projektdurchführung.

Clubbetreiber*innen sehen sich der Notwendigkeit unterworfen, bestehende Lärmemissionen durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren. Viele der betroffenen kulturellen Einrichtungen können die finanziellen Mittel für die oft außerordentlich aufwendigen und teuren Maßnahmen nicht aus eigener Kraft aufbringen. Im Konfliktfall droht die Schließung der Spielstätte. Um Anwohner*innen vor Lärm zu schützen und gleichzeitig die Clubs vor Verdrängung zu bewahren, will die Stadt Hamburg die Musikspielstätten bei der Erstellung einer Bestandsaufnahme zum Lärmschutz in einer nachverdichteten Stadt unterstützen. Im Fokus steht die Reduktion von Schallemissionen, die von Clubs ausgehen und auf die Nachbarschaften einwirken. Es gilt, Gebäudestrukturen mit investiven Mitteln baulich schallsicherer zu gestalten und so die Fortführungsperspektiven des Betriebs der Musikspielstätten zu verbessern. Hierbei können Maßnahmen eine Rolle spielen, bei denen sowohl technologische als auch bauliche Schallschutzmaßnahmen durchgeführt werden. So können beispielsweise der Einbau von Lüftungen und Klimaanlagen, aber auch Lärmschutzgutachten, Messgeräte oder aber Mediation mit betroffenen Anwohner*innen und den jeweiligen Spielstätten gefördert werden.

Um Förderungen vorzubereiten und eine Grundlage zu schaffen, die der Hamburgischen Bürgerschaft zur Beschlussfassung dienen kann, erfolgt im Vorfeld eine Erhebungsphase von Sanierungsbedarfen der Clubs (Bedarfsermittlung). Hierzu wurden Planungsmittel für die Kostenberechnung weiterer Sanierungsbedarfe der Clubs von insgesamt 50.000 Euro bereitgestellt.

ABLAUF
Nach der Einreichung von Vorhabenskizzen (Kurzantrag zur Prüfung auf Förderfähigkeit gemäß der Kriterien; siehe unten) und deren Prüfung erfolgt im Bewilligungsfall eine Mittelfreigabe für die Beauftragung von Expert*innen für Raum- und Gebäudeakustik und/oder Architektenleistungen, um bei Begehungen vor Ort geeignete Maßnahmen zu identifizieren. Im Anschluss erstellen die Architekt*innen eine Planungsgrundlage inkl. Kosteneinschätzung für das Vorhaben, die die Basis für die weitere Abstimmung bildet. Für diese Kostenermittlung fällt kein Eigenanteil an. Anschließend wird ein Bericht erarbeitet, der der weiteren Mittel-Akquise zugrunde gelegt werden wird. Mit einer Umsetzung von Maßnahmen ist nicht vor Winter 2020/2021 zu rechnen.

KRITERIEN

  • Musikspielstätten, die eine Besucherkapazität von 1.000 Personen nicht übersteigen,  mindestens 24 Live-Musik-Konzerte (inkl. Live-DJ-Ereignisse mit eigenkreativen DJs) pro Jahr veranstalten und mindestens 12 Monate Programm in den letzten zwei Jahren vorweisen können.
  • Besonders dringender Sanierungsbedarf im Bereich des Schallemissionsschutzes.
  • Maßnahmen dürfen (bis zu einer Zusage) noch nicht begonnen worden sein und das Vorhaben auch in den folgenden Leistungsphasen nicht anderweitig finanziert werden können.
  • Betriebszusicherung durch den Vermieter/Immobilieneigentümer: Hierfür bedarf es in der Regel der Vorlage eines Mietvertrags, der eine Mindestvertragslaufzeit von 5 Jahren (bis 2025) nachweist, oder alternativ einer Absichtserklärung des Vermieters, die Mietkonditionen für die nächsten 5 Jahre konstant zu halten.
  • Es muss ein/e aktenkundige/r Begründung bzw. Nachweis vorliegen, warum nicht der Vermieter verpflichtet ist, die Kosten zu übernehmen.
  • Der Bedarf muss örtlich, innerhalb der Landesgrenzen von Hamburg bestehen.
  • Die Bedarfserfüllung muss kulturpolitisch begründbar sein und im öffentlichen Interesse liegen.
  • Einreichung einer Vorhabenskizze an die Clubstiftung

Hinweis: Musikclubs, die bereits eine Förderung über den Sanierungsfonds Hamburg 2020 erhielten, werden in einer nächsten Förderrunde (je nach Bedarfslage) ggf. nicht berücksichtigt.

Die Aussichten für eine anschließende Förderung von Instandsetzungsmaßnahmen aus Mitteln des „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ im Vorfeld nicht zu benennen. Auch zum Umfang einer etwaigen Zuwendungshöhe lassen sich vorab keine Aussagen treffen.

ANTRAGSFRIST
Ab Sofort können wieder Vorhabenskizzen zur Bedarfsermittlung bis spätestens zum 15.07.20 eingereicht werden! (Stand: 16.06.20)

VORHABENSKIZZE
Das entsprechende Formular findet ihr hier: Formularvorlage der Vorhabenskizze

EINREICHUNGEN
per Post an:
CLUBSTIFTUNG
Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg
Kastanienallee 9
20359 Hamburg

oder per E-Mail an:
Marcel Riesenweber
sanierungsfonds@clubstiftung.de

INFOVERANSTALTUNG
Datum / Uhrzeit:
Donnerstag. 02.07.20 / 18 Uhr
Ort: Online // Club Academy

ANMELDUNGEN
https://club-academy.de/




INVESTITIONSFÖRDERUNG

Ein Musikclub kann eine Förderung aus den Mitteln der Stiftung beantragen. Es gibt grundsätzlich nur die Form der Förderung durch Bereitstellung einer Bürgschaft oder eines zinsgünstigen Kredites.

Die Anträge werden durch den Vorstandsvorsitzenden erstbewertet.

Anschließend erfolgt eine Prüfung durch Vorstand und Beirat der Stiftung nach folgenden Kriterien:

  1. Dem Antrag sollte eine dem Anliegen angemessene betriebswirtschaftliche Darstellung beigefügt sein (z.B. Vorlage einer Einnahme-Überschussrechnung des Förderbetriebes).
  2. Ein angemessenes Verhältnis zwischen Investitionsbetrag und wirtschaftlicher Tragfähigkeit soll gewahrt sein.
  3. Bei Investitionsgütern soll ein Eigenanteil von 25 % des Investitionsbetrages beim Club vorhanden sein.
  4. Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich verwendungsgebunden, zum Beispiel direkt an die*den Verkäufer*in.
  5. Bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens bleibt das Investitionsgut Eigentum der Stiftung. Bei Ratenausständen ist eine Stundung ebenso möglich  wie in schweren Fällen die Aufkündigung der Bürgschaft oder des Darlehens.
    Bei Insolvenz verbleiben die Anschaffungen bis auf weiteres im Besitz der Stiftung und sind einer möglichen Insolvenzmasse nicht zuzuschlagen. Bei technischen Defekten treten die üblichen versicherungstechnischen Haftungen in Kraft.
  6. Bei technischen Gütern werden Wartungsverträge obligatorisch, die wiederum für o.a. Haftungsfragen herangezogen werden können.
  7. Keine Förderung ohne Schulung.
  8. Separate Regeln für Clubneugründungen.

Weitere Maßgaben und Voraussetzungen sind in der Stiftungssatzung geregelt.

Antragsprozedere für Clubs

Antragsformular für Clubs



LIVE CONCERT ACCOUNT 2019

Der Live Concert Account (LCA) ist ein Strukturfördermodell für Live-Musik-Spielstätten. Die jeweilige Höhe der Förderung pro Club wird auf der Grundlage der tatsächlich entrichteten GEMA-Vergütungen bemessen und in einem Verteilungsschlüssel errechnet. Mittels dieser Quote wird im Verhältnis zur verfügbaren Fördersumme direkt an die Antragssteller ausgeschüttet. Das bedeutet: Je mehr Konzerte, desto höher die Förderung!

Seit 2014 wickelt die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg (Clubstiftung) das Antragsprozedere für die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg ab.

Antragsunterlagen
Antragsfrist

Die Antragsfrist für die elfte Runde des LCA endet am 1. September 2019. Für einen fristgerechten Eingang zählt das Datum des Poststempels.

Adresse

Die Antragsunterlagen (u.a. Antragsformular und unterzeichnete Datenschutzerklärung) können ab sofort an die Clubstiftung gesendet werden:

Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen
Kastanienallee 9
20359 Hamburg



RECHTSBERATUNGSGUTSCHEINE

Die Clubstiftung stellt nach einer ersten Ausschüttungsrunde weiterhin Gutscheine für eine kostenfreie Stunde Rechtsberatung mit einem Wert von jeweils EUR 150,00 zur Verfügung. Den juristischen Themen sind keine Grenzen gesetzt.

Die Wahl einer Kanzlei steht Euch offen. Es sollte lediglich im Vorfeld geklärt sein, ob die Kanzlei einer Verrechnung dieser Beratung und ggf. einer getrennten Abrechnung bis zu einer Summe von maximal EUR 150,00 zustimmt.

Es gibt auch eine Kanzlei, die sich freundlicherweise für dieses Projekt angeboten hat und einen Sonderrabatt von EUR 150,00 pro Stunde einräumt. Diese Kanzlei deckt die Tätigkeitsbereiche Arbeits- und Vertriebsrecht, Baurecht, Forderungsinkasso, gewerbliches Mietrecht, Markenrecht, Steuerrecht und Vertragsrecht ab. Bezüglich einer eventuell erforderlichen Folgeberatung hat die Kanzlei bereits signalisiert, entgegenkommende und für ClubbetreiberInnen tragbare Stundensätze abzurechnen.

Zum Verfahren: Einen Gutschein erhaltet ihr auf Anfrage beim Clubkombinat. Bei Bedarf meldet Euch bitte in der Geschäftsstelle, dann können die nächsten Schritte koordiniert werden.

Wir würden uns freuen, wenn ihr dem Clubkombinat nach erfolgter Beratung ein Feedback übermittelt, damit dieses Angebot für die Zukunft eventuell optimiert werden kann.



ENERGIEBERATUNGSGUTSCHEINE

In Zusammenarbeit mit Greenpeace Energy (GPE) stellt die Clubstiftung Gutscheine für Energieberatungen zur Verfügung. Musikclubs können so mindestens 50 % der Kosten für eine qualifizierte Beratung sparen, bei der Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu verringern, ermittelt werden.

Die Energieberatung erfolgt über Lars Wilcken, der über langjährige Erfahrungen als Technischer Leiter verschiedener Veranstaltungsstätten (u.a. Kampnagel, Laeiszhalle) verfügt. Nach einem Vor-Ort-Termin erstellt Herr Wilcken jeweils ein Gutachten für Optimierungs- und Einsparpotentiale im Bereich Energie (Beleuchtung, Kühlung, Lüftung, etc.) mit Amortisationrechnung und Handlungsempfehlungen.

Die Preise für eine Energieberatung sind je nach Größe des Clubs gestaffelt: Bei einem kleinen Club (bis zu 100 Gäste) beträgt der Ausgangspreis 275 €, bei einer mittleren Größe (101 bis 500 Gäste) beträgt der Ausgangspreis 350 € und bei einem großen Club (ab 501 Gäste) beträgt er 450 €. Als Partner der Fördermaßnahme steuert Greenpeace Energy für Clubs, die bereits Kunden bei Greenpeace Energy sind, je nach Größe bis 150 € pro Beratung bei. Die Clubstiftung übernimmt jeweils 50% von den schlussendlich anfallenden Kosten für die Energieberatung (Übersicht: Siehe unten).

Auf Anfrage bei der Clubstiftung stellen wir den Kontakt zu Herrn Wilcken her. Nach Durchführung der Beratung und Rechnungsstellung zahlen wir den Kostenzuschuss von 50% aus.

Clubgröße Klein Mittel Groß
(bis zu 100 Gäste) (101 bis 500 Gäste) (ab 501 Gäste)
Für Greenpeace-Energy-Kunden
Ausgangspreis EUR 275 € 350 € 450 €
Erstattung für (Neu-)Kunden GPE -100 € -100 € -150 €
Zwischensumme für GPE-Kunden 175 € 250 € 300 €
50% Kostenzuschuss Clubstiftung -87,50 € -125 € -150 €
Eigenanteil Club (GPE-Kunden) 87,50 € 125 € 150 €
Ausgangspreis EUR 275 € 350 € 450 €
50% Kostenzuschuss Clubstiftung -137,50 € -175 € -225 €
Eigenanteil Club (kein GPE-Kunde) 137,50 € 175 € 225 €



RESSOURCENEFFIZIENZ

Durch bisherige Energieberatungen in Musikclubs konnte die Clubstiftung feststellen: Bis zu 20% Stromeinsparpotenziale pro Club können durch relativ unkomplizierte Maßnahmen erzielt werden. Bei entsprechend höheren Investitionen sind auch höhere Effizienzwerte erreichbar. Hauptfelder sind hierbei vor allem die Bereiche Kälte/Kühlung und Beleuchtung.
Doch häufig bleibt nach der Potenzialanalyse einer*s Energieberater*in die konkrete Maßnahmenumsetzung durch mangelnde Zeitressourcen und die geringe Finanzkraft der Kultureinrichtungen aus. Daher möchte die Clubstiftung mit einem Pilotprogramm den Förderfonds zur Ressourceneffizienz in Kultureinrichtungen mit Musikbühnen etablieren.

Der Antragszeitraum für die erste Förderrunde endet am 30.06.2018.
Einzureichen sind:

    • a) Potenzialanalyse eines Energieberaters zur Einsparung von kwH
    • b) Antragsformular (ohne Angabe der Angedachten Laufzeit des Investitionsabtrags)

Bei den Antragsstellungen gilt das First-Come-First-Serve (Windhund)-Prinzip, kombiniert mit harten Kriterien (Einsparungspotenzial in kwH & Musikveranstaltungen pro Jahr).
Pro Förderphase kann maximal ein Antrag pro Musikbühne bewilligt werden. Antragsberechtigt sind Musikbühnen, die die Kriterien des Live Concert Account erfüllen und eine Energieberatung (mit Potenzialanlayse; kwH) vorweisen können. Für die Erstellung eines Gutachtens bzw. die Beauftragung eine*r Energieberater*in kann das Gutscheinprogramm der Clubstiftung genutzt werden.
Die Laufzeit der Förderphase endet am 31.12.2018 – bis dahin müssen Maßnahmen umgesetzt und nachgewiesen sein.

Die Abwicklung erfolgt unbürokratisch über die Clubstiftung. Hier könnt ihr euch über weitere Details zum Förderprogramm informieren.

Das Fördervolumen beläuft sich insgesamt auf bis zu 5.100 EUR von der Clubstiftung + 900 EUR von Greenpeace Energy (GPE) = 6.000 EUR. Die Summe der maximalen Förderung pro Antragssteller bemisst sich an der Clubgröße:

Clubgröße /
Kapazität
Klein
(bis 199)
Mittel
(200-499)
Groß
(500-2.000)
Förderquote 80% 60% 40%
Einzelförderung /
Maximaldeckel
1.000 EUR 2.000 EUR 3.000 EUR

Eine Kombination mit Darlehen der Clubstiftung zur Deckung von Eigenanteil-Leistungen sind denkbar.



CLUB ACADEMY

Unter dem Namen „Club Academy“ bündelt sich das Fort- und Weiterbildungsangebot, das wir in Zusammenarbeit mit dem Clubkombinat realisieren. Wir laden Referenten mit reichlich Praxis-Expertise zu spezifischen Themenfeldern im Club- und Veranstaltungswesen ein und veranstalten regelmäßig Workshops, Fragestunden und kulturwissenschaftliche Vorträge.

Die Teilnehmerzahl pro Termin ist begrenzt. Wir bitten daher bei Interesse euch für die jeweiligen Termine anzumelden. Im Anschluss erhaltet ihr eine Anmeldungsbestätigung per Mail. Alle Termine finden in der Regel in der Kastanienallee 9 statt.

Falls ihr Anregungen und Themenvorschläge habt, meldet euch gerne unter info@club-academy.de bei uns.

Vergangene Termine und Rückblicke findet ihr hier.

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