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Pressemitteilungen

CLUB ACADEMY am 9.6.2020 um 18:00 Uhr : DER GEMEINNÜTZIGE VEREIN ALS ALTERNATIVES GESCHÄFTSMODELL

Am 09. Juni um 18:00 Uhr beschäftigen wir uns in der CLUB ACADEMY mit dem Geschäftsmodell des „Clubs als gemeinnütziger Verein“. „In einem Verein arbeitet man umsonst!“, „Mit einem Verein kann man kein Geld verdienen!“ oder „Kein Bock auf Vereinsmeierei!“ – Die Klischees über Vereine sind vielfältig. Dabei wird übersehen, dass gerade im Kulturbereich das Vereinsrecht etliche Möglichkeiten bereithält. Ein Blick auf ADAC oder den Fußball zeigt u.a.: Geld verdienen kann man auch mit ihm. Außerdem kann das Geschäftsmodell in schwierigen Situationen das Überleben sichern. Heiko Langanke (Dipl.-Pol., Jazz-Guide Hamburg und Köln, SuedKultur) liefert uns Basics zum Vereinsrecht und seinen Möglichkeiten – insbesondere für Musikclubs.
Infos zur Anmeldung unter:
https://www.club-academy.de/termine/der-gemeinnutzige-verein-als-alternatives-geschaftsmodell/

CLUB ACADEMY am 4.6.20 um 17:00 Uhr : Live-Streaming für Musikveranstalter*innen

Am 04. Juni um 17:00 Uhr findet unsere erste digitale CLUB ACADEMY statt. In der Auftakts-Veranstaltung wird uns Andreas Milles (Director Marketing & Kommunikation beim Digitaldienstleister Silpion) einen Überblick zum Thema „LIVE-STREAMING FÜR MUSIKVERANSTALTER*INNEN“ geben – von der Planung, über die Vermarktung und Rechtliches bis hin zur Durchführung und „Zweit-Verwertung“. Außerdem freuen wir uns, Melina Koliofotos und Julian Scheinkönig vom Uebel & Gefährlich in der Runde zu begrüßen, die über ihre Streaming-Projekte berichten werden.
Infos zur Anmeldung unter:

 

Zwischenbericht: Was passiert mit den Einnahmen aus Save Our Sounds?

Zwischenbericht zur S.O.S.-Kampagne
(Stand: 23.04.2020)

© Lilia Ohls

Die Clubstiftung konnte in der 1. S.O.S.-Spendenwelle (bis 31.03.2020) insgesamt knapp über 120.000 € an Einnahmen verzeichnen. Mit der Ausschüttung dieser Gelder hat die Stiftung aktuell steuerliche Herausforderungen zu bewältigen, die in Zusammenarbeit mit der Behörde für Kultur und Medien (BKM), der Finanzbehörde und der Stiftungsaufsicht in Klärung sind. Die Stiftungsvorstände arbeiten unter Hochdruck daran und sind zuversichtlich, dass bald eine Lösung existiert und diese öffentlich verkündet werden kann.

Mit den IFB-Soforthilfen und dem Club-Rettungsschirm der BKM stehen in Hamburg aktuell staatliche Förderprogramme bereit, die kurzfristige Liquiditätsengpässe überbrücken sollen.
Um eine optimale Wirkung der privaten S.O.S.-Aktion mit staatlichen Fördertöpfen abzustimmen und zu gewährleisten, sind derzeit noch Gesprächsergebnisse abzuwarten. Insbesondere eine mögliche Verlängerung der BKM-Soforthilfe über den 30. April hinaus fließt in die Beschlussfassung für einen S.O.S.-Berechnungs- und Verteilungsschlüssel ein.

Um künftig direkter und schneller weitere Ausschüttungen (ab der zweiten S.O.S.-Welle) tätigen zu können, wurde das Crowdfunding zum 01. April auf das Clubkombinat umgestellt, welches hierfür ein Unterkonto eröffnet hat, auf dem alle Unterstützungsbeiträge gesammelt werden. Beiträge auf dieses Konto sind für Supporter*innen jedoch nicht steuerbegünstigt.

Auch das Clubkombinat sieht sich der Transparenz verpflichtet und wird entsprechend über die kommenden Ausschüttungen berichten. Neben Überweisungen auf das S.O.S.-Konto sammeln wir weitere Beträge für den S.O.S.-Topf über eine StartNext Kampagne und über einige weitere Soli-Aktionen und Kooperationen.

 

Hintergrund:
Seit 17. April steht fest: in Hamburg bleiben u.a. Theater, Opern und Musikclubs als Veranstaltungsorte mindestens bis zum 30.06.20 geschlossen. Die Behörde für Kultur und Medien der Freien- und Hansestadt Hamburg spannt mit der Club-Soforthilfe einen Rettungsschirm für Live-Musikclubs, deren Kosten seit Beginn der Corona-Krise bis Ende April nicht durch Einnahmen gedeckt werden können und beschränkt sich dabei notgedrungen auf das Zuwendungsrecht. Die privat-finanzierte SOS-Unterstützungsaktion „Save Our Sounds“ bietet den Clubs zusätzliche Finanzmittel, um auch während der Corona-Krise ein Kulturprogramm zum Beispiel per Streaming zu realisieren oder in die Wiedereröffnung zu investieren.

Über das S.O.S.-Konto des Clubkombinats können auch freie Musikinitiativen, kleine Festivals und Veranstalter*innen ohne feste Spielstätte direkt unterstützt werden, die zu einem lebendigen Musikleben in Hamburg ebenso wie die Clubs beitragen und nicht unter den städtischen Schutzschirm fallen. Jeder S.O.S.-Euro hilft also der Clubkultur in Hamburg da, wo er am nötigsten gebraucht wird.

Das Clubkombinat ruft alle Clubs, die von den S.O.S.-Hilfsgeldern profitieren wollen, auf, aktiv die S.O.S.-Kampagne über ihre verfügbaren Kanäle (u.a. Website, Facebook, Instagram und Twitter) zu verbreiten. Die nötigen Materialien und Informationen liegen gebündelt hier vor: https://clubkombinat.de/save-our-sounds-support/

HIER → BKM Soforthilfe – FAQ

Aktuelle Informationen zu den Soforthilfen der Behörde für Kultur und Medien (BKM) findet ihr hier im Link in unseren FAQ. Es handelt sich hier um Fragen und Antworten, die in den Dr. Club-Telefonsprechstunden entstanden sind. Wir haben versucht diese nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.

http://stiftung-private-musikbuehnen-hamburg.de/fuer-clubs/faq-corona-soforthilfe-bkm/

Sollten weitere Fragen entstehen, wendet euch bitte an faq-soforthilfe@clubstiftung.de

FairTix erreicht neuen Spitzenwert

Club Award 2020 im DOCKS © Benjamin Hüllenkremer / bigbasspic

Im achten Jahr des Bestehens von FairTix erreichen 63.317 Euro die Clubstiftung über das solidarische Ticketing. Die Umsatzsteigerung zum Vorjahr von 12 Prozent unterstreicht: das faire Ticketing in Hamburg überzeugt mehr und mehr Konzertbesucher*innen sowie Clubs und Veranstalter*innen.

Insgesamt nutzten 45 Hamburger Clubs und Veranstalter*innen 2019 das Vorverkaufsystem von TixforGigs zum Vertrieb von fairen Ticketkontingenten und konnten mit über 1.650 Veranstaltungen 63.317 Euro für die Clubstiftung generieren. Damit wurden seit dem Start dieser Solidaraktion im Jahr 2012 über 365.000 faire Tickets von KonzertbesucherInnen gekauft. 

Scheck-Übergabe mit Johannes Rösing (BKM) und Markus Ohm (TixforGigs) (v.l.n.r.)
© Benjamin Hüllenkremer / bigbasspic

Die meisten Verkäufe im Jahr 2019 erzielten das Knust, der Monkeys Music Club und das Hafenklang. Ebenso erfreulich sind die seit 2019 neu teilnehmenden Clubs und Veranstalter*innen, hier sind exemplarisch Booze Cruise Festival, Electronic Red Light, Bahnhof Pauli und der Golden Pudel Club zu nennen. Auch über Party-Veranstaltungen konnten wieder zahlreiche Tickets verkauft werden. So kamen allein durch die Silvesterpartys im Knust, Grosse Freiheit 36, Docks und im Molotow wieder 1.600 Tickets an einem Tag zusammen. Als erfolgreichste Veranstaltungen gingen 2019 unter anderem die Millerntor Gallery, The Miseducation of Lauryn Hill [rejazzed] und EA80 (beide im Knust) in die FairTix-Statistik ein.Für die Ticketverkäufe in 2019 konnte die Clubstiftung somit beim Club Award 2020 im DOCKS einen Scheck mit der stolzen Summe von 63.317 Euro von TixforGigs entgegennehmen – die bislang höchste ClubEuro-Summe. Die Gelder fließen in Maßnahmen zur Förderung der Livemusik, zum Beispiel in das Fortbildungsangebot der CLUB ACADEMY, der Bezuschussung  von Energie- und Rechtsberatungen oder den Live Concert Account Plus – ein staatliches Strukturfördermodell für private Musikspielstätten in Hamburg, das gezielt Kleinst- und Nachwuchskonzerte unterstützt. Erneut unterstützt die Stiftung Elemetarteilchen diesen Förderansatz zusätzlich mit einer großzügigen Spende von 20.000 Euro.

Auch der Blick in die Zukunft ist aussichtsreich: Ende 2019 vereinbarte das Clubkombinat eine Kooperation mit Ticketmaster, die den Mitgliedern des Clubkombinats ab 2020 auch FairTix-Konditionen anbieten, so dass auf diesem Wege weitere Einnahmen über den ClubEuro erzielt werden. Erste Ergebnisse zeichnen sich bereits ab. Zwei ausverkaufte Shows der Techno Marching Band Meute im DOCKS generierten einen initialen Spendenbeitrag, der auf ein starkes Ergebnis für 2020 hoffen lässt.

Mit FairTix können Konzertbesucher*innen und Musikspielstätten ein Zeichen für faire Gebührenmodelle setzen: Die teilnehmenden Ticketanbieter verzichten auf die Hälfte der üblichen Vorverkaufsgebühren und führen stattdessen pro verkauftem Ticket einen Euro – den sogenannten ClubEuro – an die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen ab.

Liste der FairTix-Nutzer*innen 2019:

Aalhaus, Alte Druckerei Ottensen, Astra Stube, Bahnhof Pauli, Birdland, Booze Cruise, Bridge Gigs, Cascadas, Docks / Prinzenbar, Electronic Red Light, Fundbureau, Goldbekhaus, Golden Pudel Club, Grenzen sind relativ, Grosse Freiheit 36, Gruenspan, Hafenklang, Honigfabrik, Inselklause, Knust, KommDu, Konzertdirektion Palme, kukuun, Kulturwerkstatt Hamburg, Kurzfilmagentur, Logo, Marias Ballroom, Markthalle, Millerntor Gallery, Molotow, Monkeys Music Club, MS Altenwerder, MS Stubnitz, Nochtspeicher / Nochtwache, OHA Music, Nørden, MFS Music, Pop up records, Schanzenzelt, Stellwerk, Uebel & Gefährlich, Urban Wildlife und Zinnschmelze

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